Wann und an wen
Zwei bis vier Wochen nach der Taufe ist die übliche Frist – wer die Karten früher versendet, macht nichts falsch. Wer möchte, kann Karten und Umschläge schon vor der Taufe vorbereiten und danach sofort versenden.
Eine Dankeskarte geht an alle, die zur Taufe eingeladen waren oder ein Geschenk geschickt haben – unabhängig davon, ob sie persönlich dabei sein konnten. Für Paten und besonders nahestehende Personen lohnt sich eine individuell geschriebene Karte (siehe Abschnitt „Für die Paten").
Umschläge beschriften, Adressen sammeln und einen Standardtext entwerfen lässt sich gut schon in den Wochen vor der Taufe erledigen. Nach dem Tauftag müssen dann nur noch wenige persönliche Zeilen ergänzt und die Karten eingeworfen werden.
Was auf die Karte gehört
Eine Dankeskarte zur Taufe muss nicht lang sein – aber sie sollte persönlich klingen. Diese Bausteine bilden einen vollständigen Text:
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1Persönliche Anrede
„Liebe Tante Maria" statt „Liebe Gäste". Wer mit Namen angesprochen wird, merkt sofort, dass die Karte nicht vom Fließband kommt.
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2Dank für die Teilnahme
Dass die Person dabei war und den Tag mitgefeiert hat – das ist das Wichtigste. Geschenke können erwähnt werden, müssen aber nicht einzeln aufgezählt werden.
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3Ein persönlicher Satz
Eine Erinnerung an den Tag, eine Beobachtung, ein Wunsch. Dieser Satz macht den Unterschied zwischen einer schönen und einer unvergesslichen Karte.
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4Optionaler Taufspruch oder Segenswunsch
Wer möchte, ergänzt den Taufspruch des Kindes oder einen kurzen Segenswunsch. Das gibt der Karte einen religiösen Ton – passend zum Anlass.
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5Herzliche Unterschrift
Entweder von den Eltern – oder in der Ich-Perspektive des Kindes, was bei Babytaufen besonders gut ankommt.
Mustertexte
Diese Vorlagen können direkt verwendet oder als Ausgangspunkt für eigene Formulierungen genutzt werden. Platzhalter in eckigen Klammern ersetzen.
Kurz und herzlich
Liebe/r [Name],
herzlichen Dank, dass du den Tauftag von [Kind] mit uns gefeiert hast. Dein Kommen, deine Glückwünsche und dein Segen für [Kind] bedeuten uns sehr viel.
Wir freuen uns, dass du ein Teil dieses besonderen Tages warst.
Herzlichst, [Eltern]
Aus der Sicht des Kindes
Liebe/r [Name],
ich heiße [Kind] und bin jetzt getauft! Ich freue mich, dass du an meinem besonderen Tag dabei warst – und danke dir für dein Geschenk und deine lieben Glückwünsche.
Meine Eltern sagen: Es war schön, dich bei uns zu haben.
Herzliche Grüße, [Kind]
(mit Hilfe von Mama und Papa)
Mit Taufspruch
Liebe/r [Name],
von Herzen Dank für dein Kommen, dein Geschenk und deinen Segen für [Kind]. Dem Tag, an dem er/sie getauft wurde, liegt ein Vers mit auf den Weg:
„[Taufspruch]"
Wir sind froh und dankbar, dass du diesen Schritt mit uns geteilt hast.
Herzlich, [Eltern]
Etwas formeller
Liebe/r [Name],
für deine freundliche Aufmerksamkeit zur Taufe von [Kind] und deine herzlichen Glückwünsche möchten wir uns herzlich bedanken. Es war uns eine Freude, diesen besonderen Tag mit dir zu teilen.
Mit herzlichen Grüßen, [Eltern]
Für die Paten
Die Karte an die Paten verdient besondere Aufmerksamkeit – sie haben nicht nur am Tauftag teilgenommen, sondern eine langfristige Verantwortung übernommen. Das sollte sich in der Karte widerspiegeln.
Liebe/r [Pate/Patin],
ein ganz besonderer Dank geht an dich: Danke, dass du die Patenschaft für [Kind] übernommen hast. Das bedeutet uns mehr, als Worte sagen können.
Du wirst ein Teil von [Kinds] Geschichte sein – und wir sind froh und dankbar, dass ausgerechnet du das bist.
Von Herzen, [Eltern]
Viele Eltern ergänzen die Dankeskarte für die Paten um ein kleines Geschenk – ein Foto vom Tauftag, ein gemeinsames Bild oder eine persönliche Kleinigkeit. Die Karte selbst darf ruhig handschriftlich sein.
Bibelverse für die Karte
Wer den Dankesworten einen biblischen Klang geben möchte, kann einen kurzen Vers auf der Karte ergänzen – entweder als Einstieg oder als Abschluss. Diese Verse aus der Lutherbibel 1984 passen besonders gut:
Siehe, Kinder sind eine Gabe des HERRN, und Leibesfrucht ist ein Geschenk.
Psalm 127,3 · Lutherbibel 1984Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
Psalm 139,14 · Lutherbibel 1984Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
4. Mose 6,24–26 · Lutherbibel 1984Praktisches
- Foto auf der Karte — Ein Bild des Taufkindes in Taufkleidung oder ein Schnappschuss vom Tauftag wird von vielen Empfängern aufbewahrt. Wer die Karte digital vorbereitet, kann das Foto nach der Taufe noch ergänzen, bevor sie gedruckt wird.
- Gedruckt oder digital — Gedruckte Karten sind bei kirchlichen Anlässen nach wie vor der Standard und werden häufig als Erinnerungsstück aufbewahrt. Digitale Karten (per E-Mail oder WhatsApp) können für entferntere Bekannte oder einen sehr großen Verteiler sinnvoll sein.
- Handschriftlicher Zusatz — Selbst bei gedruckten Karten wirkt ein handgeschriebener Satz persönlicher als ein rein gedruckter Text. Auch eine eigenhändige Unterschrift macht den Unterschied.
- Karten für Absender — Wer ein Geschenk erhalten hat, ohne dass die Person dabei war, schickt ebenfalls eine Karte – mit einem kurzen Hinweis, dass das Geschenk angekommen ist und Freude macht.